Knochenaugmentation

Verschiedene Knochenersatzmaterialien

augmentationKnochentransplantate werden gemäß ihrer Herkunft in autogene, allogene und xenogene Transplantate eingeteilt.

Das autogene Transplantat entstammt dem eigenen Körper, d.h. Spender und Empfänger sind ein und dasselbe Individuum.

Das allogene Transplantat entstammt einem anderen Individuum der gleichen Spezies; und das xenogene Transplantat entstammt einer anderen Spezies.

Alloplastische Materialien sind dem körpereigenem Gewebe ähnlich, sind aber synthetisch hergestellt. Vorteil der autologen Materialien sind die gute Verträglichkeit bei fehlender Abstoßungsreaktion. Sie gelten deshalb nach wie vor als "golden Standard" in der Transplantationschirurgie. Die begrenzte Verfügbarkeit und der zur Entnahme notwendige Zweiteingriff geben den alloplastischen Materialien ihren Stellenwert.

Zu Erwähnen ist der unterschiedliche Einbaumechanismus der Materialien in den ortsständigen Knochen. Während der autologe Knochen osteoinduktiv wirkt, kann alloplastischen Materialien egal welcher Art nur eine osteokonduktive Wirkung zugesprochen werden.

Bei der Einheilung autologen Materials kommt es zu einer Aufschlüsselung des verpflanzten Knochens durch aus dem ortsständigen Knochen einwachsende Gefäße. Dabei wird der verpflanzte Knochen vollständig resorbiert und wieder neu aufgebaut.

Entscheidende Rolle spielen dabei die bone morphogenetic Proteins (BMP). Es wird daraus auch ersichtlich, daß nicht nur die Qualität des Transplantats, sondern auch die Wertigkeit des Transplantatlagers von entscheidender Bedeutung für den Erfolg ist.

Alloplastische Materialien besitzen dagegen nur osteokonduktive Funktion; sie dienen als Leitschiene für den einwachsenden Knochen. Einige Materielien werden resorbiert, besitzen aber dennoch keine osteogene Potenz. Sie können jedoch mit autologen Materialien, welche osteogene Eigenschaften besitzen, kombiniert werden.

Die Transplantation von allogenen und xenogenen Materialien unterliegt der Gefahr der Abstoßungsreaktion. Weiter muß dafür  Sorge getragen werden, daß eine bakterielle oder virale Kontamination des Transplantats ausgeschlossen wird. Eine entsprechende Aufbereitung muß deshalb von Seiten des Herstellers gewährleistet sein.

Quelle: website der mkg der Uni Heidelberg